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Kompost

Wertvoller Dünger aus Biomüll.

Anwendungen von Kompost.

Komposterde kann für alle Garten-, Balkon- und Zimmerpflanzen verwendet werden. Hier wird die Komposterde in dünnen Schichten auf den Boden gestreut und leicht eingearbeitet. Für Zimmer- und Balkonpflanzen ist eine Mischung von Komposterde und Blumenerde im Verhältnis 1 : 1 am besten. Kompost gibt die enthaltenen Nährstoffe langsam ab, so dass eine Überdüngung verhindert wird. Aus diesem Grund kann Kompost das ganze Jahr über im Garten angewandt werden. Kompost soll aber immer nur oberflächlich ausgestreut oder in die oberste Bodenschicht eingearbeitet werden. Viele Pflanzen gedeihen am besten in einer Mischung aus Kompost zur einen Hälfte und gebrauchter Blumenerde, Gartenerde, oder Sand zur anderen Hälfte. Als Aussaaterde dient eine Mischung aus cirka 9 Teilen Sand und 1 Teil Komposterde, ein größerer Kompostanteil wirkt sich ungünstig auf die Wurzelbildung aus.

Zwiebeln und Stauden: Beim Setzen von anspruchsvollen Blumenzwiebeln und Stauden der Pflanzenerde zur Hälfte ausgereiften Kompost beimischen. Ist später weiterer Nährstoffbedarf feststellbar und eine regelmäßige Düngung erforderlich, sollte man jährlich 4 Liter pro Quadratmeter Kompost auf die Beete geben und oberflächlich einharken.

Rosen: Bei der Pflanzung von Rosen vier bis sechs Schaufeln ausgereiften Kompost pro Quadratmeter in die oberste Bodenschicht einarbeiten. Die gepflanzten Rosen werden das ganze Jahr über mit einer Schicht von 2 Zentimetern Reifekompost versorgt. Als Frostschutz im Herbst kann auch gröberer Kompost um die Stämme angehäuft werden. Bei Rosen wirkt sich die schädlingshemmende Eigenschaft des Komposts sehr positiv aus.

Gehölze und Ziersträucher: Bei der Pflanzung mit Gehölzen und Ziersträuchern werden bis zu 3 Zentimeter ausgereifter Kompost in die oberste Bodenschicht eingearbeitet. Der Pflanzenerde kann ein Drittel ausgereifter Kompost zugegeben werden. Bei Pflanzung ganzer Gehölzgruppen den Kompost flächig verteilen und anschließend mit einer Grabegabel einarbeiten.

Obstbäume: Bei der Pflanzung mit Obstbäumen sollten einige Schaufeln ausgereifter Komposterde in das Pflanzloch gegeben und vermischt werden. Später werden die Bäume einmal jährlich mit Kompost versorgt. Im Herbst kann man unfertigen Kompost 2 Zentimeter dick auf die Baumscheibe geben und anschließend mit Laub abdecken.

Gemüse: Bei Gemüse macht sich die bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr durch Kompost besonders bemerkbar – die Pflanzen schmecken einfach besser. Die Aufbringmenge beträgt cirka 8 Liter pro Quadratmeter bei Starkzehrern (Blumenkohl, Brokkoli, Frühkartoffeln, Kürbis, Rhabarber, Rosenkohl, Rote Rüben, Rotkraut, Spargel, Tomaten, Weißkraut spät, Wirsing), 6 Liter pro Quadratmeter bei Mittelstarkzehrern (Chinakohl, Gurken, Grünkohl, Kartoffeln, Kohlrabi, Mangold, Karotten, Porree, Rettich, Schwarzwurzeln, Sellerie, Spinat, Weißkraut früh) und bei Schwachzehrern (Bohnen, Endivien, Erbsen, Feld- und Kopfsalat, Petersilie, Radieschen, Zwiebeln) 4 Liter pro Quadratmeter.

Quelle: © 2008 Land Salzburg, Landespressebüro Dr. Brigitte Fischer-Ogrisegg