
Ihre Majestät, die Rose …
... gibt es, seit Menschen die Erde bewohnen
Rosen – Schnitt und Düngung.
Damit Rosen Jahr für Jahr kräftig blühen, ist der Frühjahrsschnitt von großer Bedeutung. Der beste Zeitpunkt dafür ist, bevor die Stöcke neu austreiben.
Wichtig sind hier zwei Dinge: erstens eine scharfe Rosenschere, mit der man zweitens die Zweige knapp oberhalb der Augen – das sind die Verdickungen, aus denen neue Seitentriebe herauswachsen können – abschneidet. Beet-, Edel-, Zwerg- und Strauchrosen bilden die Blüten an den Zweigen, die neu entstehen. Man schneide deshalb durchaus großzügig ab. Gedüngt werden die Rosenstöcke vor dem ersten Austrieb. Im Handel erhältliche Langzeitdünger versorgen die Rosen bis zu sechs Monate mit den notwendigen Nährstoffen. Hier kann es aber bei der zweiten Blüte zu Engpässen in der Versorgung kommen. Die Wahl eines Langzeitdüngers mit drei- bis viermonatiger Wirkung kann hier Abhilfe schaffen. Ende Juni bis Mitte Juli wird mit einem schnell wirkenden Dünger auf mineralischer Basis die zweite Düngung vorgenommen. Bei der Verwendung von schnell wirkenden mineralischen Düngern ist besonders auf die Dosierung zu achten. Im Allgemeinen werden bei der Verwendung von organischen und natürlichen Düngern zufriedenstellendere Ergebnisse erzielt. Die Pflanze entwickelt sich über die Jahre kräftiger, und die Knospen und Blüten sind größer und prächtiger.
Vorsicht! Frisch gepflanzte Rosen sollten nie mit Mineraldüngern gedüngt werden. Mineralische Dünger sind leicht wasserlösliche Konzentrate, die als Kurzzeitdünger sofort im Boden wirksam werden. Wenn zu reichlich dosiert wird, geraten die überschüssigen Nährstoffe in das Grundwasser. Man sollte diese Düngerart nicht nach dem 1. Juli einsetzen, da die Gefahr besteht, dass die Rose kräftig treibt, diese Triebe aber nicht mehr richtig ausreifen können. Neupflanzungen sollten nur mit organischem Dünger verwöhnt werden.

