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Biotop

Gartenplanung

Gartenplanung

Wunschtraum Wassergarten

Dem Wunsch nach einem eigenen Garten folgt nicht selten jener nach einem Teich, einem Schwimmteich, auf dem Fuße. Über Jahrzehnte stand der Swimmingpool einsam am Gipfel des Schwimmvergnügens im eigenen Garten. Doch mittlerweile hat sich das Schwimmbiotop, der Schwimmteich, als umweltfreundliche Alternative fix etabliert. Hier nutzt man das natürliche Reinigungspotenzial von Sumpf- und Wasserpflanzen, um das Wasser hygienisch sauber zu halten. Die Badeteiche funktionieren auch nach dem gleichen Prinzip wie natürliche Teiche in der freien Natur. Hier wie dort filtern Pflanzen und die in ihrem Wurzelbereich lebenden Mikroorganismen Schadstoffe und Krankheitskeime aus dem Wasser.

Meist liegt eine Teichzone mit dichtem Pflanzenbesatz um die eigentliche Schwimmzone herum. Wenn es die Lage erfordert oder der Teich sehr intensiv genutzt wird, kann ein zusätzlicher Regenerationsbereich angeschlossen werden, den das Wasser aus dem Badeteich langsam durchströmt. Seerosen, Rohrkolben, Binsen und viele andere Gewächse entziehen dem Wasser organische Stoffe, nutzen sie zum Wachstum und machen gleichzeitig Krankheitskeime unschädlich.

Schwimmteiche fügen sich nahtlos in den Garten oder in die umgebende Landschaft ein. Es sind lebendige kleine Gewässer, die auch außerhalb der Badesaison attraktiv wirken. Sogar mitten im Winter, wenn das Wasser unter einer dicken Eisdecke verborgen ist, behalten Schwimmteiche ihren optischen Reiz. Eines wird für das Vorhaben auf jeden Fall benötigt: Platz. Ein richtiger Badeteich erfordert eine gewisse Wasserfläche und genügend Tiefgang, um sich ausreichend bewegen zu können. Hobby-Teichbauern sei ans grüne Herz gelegt: Es ist unbedingt auf einen fachgerechten Ausbau zu achten. Besonders Folienteiche benötigen eine Teichschale aus ein, zwei oder mehr Schichten, die vor Beschädigungen sicher geschützt sein muss.

So verlockend der Einsatz von Pflanzen auch sein mag, Sparsamkeit ist eine Zier. Denn Pflanzen neigen bei Wohlbefinden dazu, die Wasserfläche mit der Zeit zu überwuchern. Für Randbereiche eignen sich besonders robuste Stauden wie Schilfrohr und Schwertlilie. Additiv lässt sich der Randbereich noch ein Stückchen naturnaher gestalten, indem erhöhte Stellen mit Steinen abgedeckt werden, zwischen denen ein künstlicher Bach in den „Familiensee“ mündet – und so ganz nebenbei die ständige Zufuhr von Frischwasser garantiert. Um die Wasserqualität hoch zu halten, gibt es neben dem schon erwähnten Regenerationsbereich allerdings auch die Möglichkeit, eine Umwälzpumpe samt Filtersystem einzusetzen – ein „erlaubter Kunstgriff“, dessen sich nicht nur technikaffine Teichbesitzer gern bedienen.